Japandi: Hygge meets Wabi sabi Acht kreative Einrichtungsideen für dein Zuhause im Japandi-Style

Ein neuer Wohntrend macht die Runde und trifft den Zahn der Zeit. Das Beste daran: Mit einfachen DIY-Tipps und etwas Kreativität, lässt sich der Japandi-Style ganz simpel auch in deinem Zuhause umsetzen. 

Japandi

Der Japandi-Style ist ein Wohntrend, der sich aus zwei verschiedenen Stilen zusammensetzt. Welche das sind, worum es beim Japandi-Style eigentlich geht und wie du deine Wohnung im Japandi-Style gestalten kannst, erfährst du hier.

Was ist der Japandi-Style?

Der Begriff „Japandi“ steht für die Symbiose aus dem skandinavischen und japanischen Einrichtungsstil. Der Scandinavian Style ist bekannt für eine gemütliche Umgebung. Schlichte Farben, sanfte Formen und natürliche Materialien bestimmen den Look. Es entsteht dieses ästhetische Ambiente, das den hyggeligen Charme aus Skandinavien im Raum verbreitet. 

Auch in Japan ist Purismus angesagt. Die bewusste Wahrnehmung der Natur und die Anerkennung von vermeintlichen Schönheitsfehlern wird dort in einem ganz neuen Licht betrachtet und hat sogar einen Namen: „Wabi sabi“ ist eine aus Japan entstandene Herangehensweise, die Grundsätze aus dem Zen-Buddhismus aufgreift und diese über ein ästhetisches Designkonzept vermittelt. 

Es geht darum, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren und nicht nach Perfektion zu streben. Das Schöne liegt in der Unvollkommenheit, so lautet einer der Leitgedanken dieser Kunstform. Folglich finden wir in der japanischen Architektur oft raue Materialien, ungerade Möbel oder auch schlichte Deko-Accessoires direkt aus der Natur. Kurz gesagt, der japanische Wohntrend Wabi Sabi ist perfekt unperfekt. 

Warum der Mix aus schwedischer Einrichtung und dem Japandi Stil so spannend ist, lässt sich schnell erkennen. Während Scandi-Design brav und romantisch wirkt, mit pastelligen Farben spielt und ungern aus der Reihe tanzt, erzeugt der ursprüngliche Stil aus dem fernen Osten Spannung und Exotik.

Einrichten im Japandi-Style: 8 Tipps

Mit diesen Tricks gelingt dir der Spagat zwischen Schweden und Japan und dein Zuhause glänzt in neuem Licht: 
  1. Mut zur Lücke haben: Freie Flächen sind besonders. Kennst du das auch? Einrichtungsfans lassen sich gerne hinreißen und schmücken jede Ecke aus. Möchtest du den asiatischen Wohnstil integrieren, so gelingt das am besten mit der Reduzierung von überflüssigen Möbeln und Wohnaccessoires. Es entsteht mehr Raum und der Fokus wird auf die wesentlichen Einrichtungsgegenstände gerichtet. Überlege also genau, welche Möbelstücke überhaupt noch in Verwendung sind und welche der Objekte abdanken dürfen. Auch wenn dieser Schritt nicht immer einfach scheint, wird er offensichtlich belohnt. 
  2. Schwarze Akzente für mehr Tiefe: Der skandinavische Interiortrend ist bekannt für eine helle Farbpalette. Weiße Möbelstücke überwiegen und verkörpern Hygge pur. Für einen Hauch fernöstlicher Eleganz sind dunkle Details nicht wegzudenken. Ein Schreibtisch mit schwarzen Beinen*, und ein minimalistisches Regal in Schwarz* bringen den Wohnstil Stück für Stück in dein Zuhause.
  3. Bodennahe Möbel für mehr Japan-Feeling: Ein unverkennbares Merkmal für den Stil der Japaner sind niedrige Möbel und vor allem filigrane Einrichtungsgegenstände. Es reicht ein schlichter tiefer Vintagehocker oder ein Paravent aus Bambus*, um eine asiatische Atmosphäre zu erhalten. Das absolute Must-Have für den Japandi-Stil sind jedoch Bodenkissen*. Sie transportieren japanisches Flair und verbreiten die hyggelige Gemütlichkeit der Skandinavier. Handgefertigte Woll-Poufs oder Bodenkissen aus Jute sind nicht nur stylisch sondern auch funktional. Sie dienen als Beistelltisch oder auch für Gäste als bequeme Sitzgelegenheit. 
  4. Dekoration direkt von draußen: Sowohl der japanische als auch der skandinavische Wohntrend setzen auf Naturmaterialien bei der Deko. Während im Scandi-Bereich ausschließlich helle Dekoartikel verwendet werden, dürfen beim Japandi-Trend dunkle Elemente nicht fehlen. Halte bei deinem nächsten Spaziergang die Augen nach Kirschbäumen offen und stibitze dir ein paar Zweige für die Bodenvase daheim. Auch Disteln, Schilf oder andere Trockengestecke sind ein wunderbarer Schmuck für zuhause und können selbst gepflückt und getrocknet werden. Hier findest du noch mehr Inspiration für die Inszenierung von Trockenblumen.
  5. Qualität anstatt Quantität: Japandi ist weniger verspielt und erwachsener als sein Bruder, der Scandi-Stil. Das gesamte Interieur ist hochwertiger und ohne Firlefanz. Weniger ist mehr lautet hier die Devise. Naturmateralien wie Bambus, Rattan und Leinen gestalten eine fernöstliche Oase. Leuchten aus Reispapier oder ein filigraner Wandschmuck durchbrechen den braven Scandi-Look und erzeugen Spannung. Für den besonderen Frischekick sorgen beispielsweise ein Bonsai oder weißes Pampasgras - in einem schlichten Gefäß versteht sich. 
  6. Deine persönliche Kunstgalerie: Du malst gerne? Perfekt! Für noch mehr Wohlfühlatmosphäre kannst du deiner Kreativität freien Lauf lassen und dich verkünsteln. Verwende gedeckte Farben wie braun, grau und schwarz und lass dich treiben. Abstrakte Kunst passt wunderbar zu dieser puristischen Einrichtung. Und nicht vergessen: Das Ergebnis muss nicht perfekt sein, denn genau davon lebt der Japandi-Stil. 
  7. Feng Shui für ein positives Raumklima: Die Japaner orientieren sich bei der Einrichtung an die Regeln des chinesischen Feng Shui. Es wirkt sich positiv auf das Wohlbefinden aus, wenn ein paar Punkte dieser Harmonielehre beachtet werden.
  8. Ein Teppich mit Mehrwert: Richtig eingesetzt sorgt ein Teppich nicht nur für Wärme und Schallschutz. Wenn du deiner Wohnung im Japandi-Stil noch ein Sahnehäubchen verpassen möchtest, dann kann ein hochwertiger Teppich dein Interieur ideal abrunden. Ein einfarbiger Teppich aus Jute oder gar ein Läufer mit geometrischen Mustern gibt deiner Einrichtung einen zusätzlichen Rahmen und ist damit gemütlich und funktional zugleich. Tipp: Möchtest du deinem Raum optische Höhe verleihen, dann verwende einen Teppich in den Farben deines Bodens.  
Auch wenn Schweden und Japan weit voneinander entfernt liegen, gehen ihre Stilrichtungen einen ähnlichen Weg. In beiden Ländern wird die Kraft und Schönheit der Natur bewundert und von draußen nach innen hereingeholt. Werden beide Stilrichtungen gemixt entsteht der aufregende Japandi-Look, der uns in diesem Jahr und sicher darüber hinaus noch länger begleiten und begeistern wird. 

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