Beleuchtung im Schlafzimmer Das richtige Licht im Schlafzimmer

Wieso ist die Beleuchtung im Schlafzimmer so wichtig – und warum gelingt sie so selten? Wie sich die perfekten Lichtquellen von Decke bis Schrank, von indirekt bis akzentuiert finden und einsetzen lassen und wie man mit unterschiedlichen Lichtfarben tricksen kann

Beleuchtung Schlafzimmer

Richtig zufrieden ist man mit der Beleuchtung im Schlafzimmer eigentlich nie: Entweder es ist gleißend hell oder viel zu schummrig, entweder ist die Pendelleuchte zu hoch oder der Deckenspot dringt nicht bis zur offenen Kleiderschranktür vor. Schuld daran sind oft zu wenige Lichtquellen oder welche am falschen Ort - oder aber die falschen Lichtfarben, die nie an sich ändernde Bedürfnisse angepasst wurden. Wer folgende Grundregeln befolgt, kann überprüfen, wie sich die eigene Beleuchtung im Schlafzimmer noch verbessern lässt.

Die wichtigsten Regeln für die Schlafzimmer-Beleuchtung:

  • Die Größe des Zimmers mitdenken: Ein bis zwei Lichtquellen reichen für etwa zehn Quadratmeter Wohnfläche – natürlich abhängig davon, wie das Schlafzimmer geschnitten ist.
  • Wofür wird die Beleuchtung im Schlafzimmer benötigt? Im Allgemeinen wird im Schlafzimmer mit mindestens drei Lichtquellen (Deckenlicht, Nachttischleuchte und Schrank- bzw. Spiegelbeleuchtung) kalkuliert. Wer liest, sich anzieht oder schminkt und vielleicht sogar im Schlafzimmer arbeitet, braucht weitere direkte Lichtquellen, deren Fokus im Optimalfall anpassbar ist. In Bereichen, wo eher entspannt wird, reicht sanftes, dimmbares Licht.
  • Steckdosen-Check: Beim Ein- bzw. Umräumen im Schlafzimmer auf Steckdosenausgänge und Lichtschalter achten. Wo dunkle Ecken vorhanden sind, sollten weitere mobile Leuchten platziert werden.
  • Platzierung macht Stimmung: Lampen in unterschiedlichen Höhen und Helligkeiten sorgen für ein gemütliches Ambiente. Warmweißes Licht eignet sich für Deckenlampen (hier auch mit einem passenden Lampenschirm arbeiten), für Leselampen ist neutralweißes Licht passender. Wer die Möglichkeit eines Dimmers hat, sollte dies unbedingt nutzen. Neuere LED-Lampen können gegebenenfalls aufgerüstet werden.

Die Haupt-Beleuchtung im Schlafzimmer: an der Decke

Die traurig aus der Decke hängenden Kabel werden beim Einzug meist schnell mit „irgendwas“ bestückt – schließlich ist Licht (egal welcher Art) erst mal das Wichtigste. Im Nachgang lohnt es sich jedoch, Denk- und Recherchearbeit zu investieren, um aus dem Herzstück der Schlafzimmer-Beleuchtung das Beste herauszuholen.

Von der Deckenleuchte aus wird das Licht im Zimmer verteilt und der Raum ausgeleuchtet – entsprechend wichtig ist die Höhe der angebrachten Leuchte: Bei hohen Decken eignet sich eine Pendelleuchte, die so hoch angebracht ist, dass sie im Zweifel auch bei geöffneten Schranktüren noch Licht spenden kann. Auch mehrere Leuchten in unterschiedlicher Höhe funktionieren.

Niedrige Decken sind mit individuell ausrichtbaren Deckenspots besser bedient, da hier die Decke als Reflektionsfläche das weiche Licht aufnehmen und wieder in den Raum zurückgeben kann. Superwichtig ist in jedem Fall ein Diffusor, der das Licht gleichmäßig streuen kann.

Wenn möglich, sollte diese hauptsächliche Beleuchtung im Schlafzimmer über einen Dimmer verfügen und von der Schlafzimmertür und vom Bett aus bedient werden können. Deckenventilatoren mit Beleuchtung können im Schlafzimmer gleich zwei Funktionen ausüben: für ein angenehmes Raumklima und die notwendige Beleuchtung sorgen. Die meisten modernen LED-Leuchtmittel dieser Art sind dimmbar und mit einer Fernbedienung ausgestattet.

 

Akzent-Beleuchtung im Schlafzimmer:

Wenn im Schlafzimmer bestimmte Bereiche gezielt ausgeleuchtet werden sollen, können unterschiedliche Leuchtmittel eingesetzt werden, die einzeln angeschaltet für besondere Stimmung sorgen können. Von Wandlampen zu Tischlampen, von Wandspiegeln mit Beleuchtung bis zur Leselampe am Bett – darauf ist zu achten:

Beleuchtung im Schlafzimmer: die Leselampe am Bett

Wer auch nachts noch lesen will, braucht Licht – direktes und neutralweißes, um genau zu sein. Der Klassiker sind Tischleuchten, die auf dem Nachttisch stehen und – je nach Entfernung und Höhe – über einen schwenkbaren Arm und einen Schirm verfügen, so dass das Licht nicht ungebremst auch beim Partner landet.

Platzsparender sind Wandlampen – diese müssen möglichst umsichtig angebracht werden, so dass sowohl liegend als auch sitzend genug Licht zum Lesen empfangen werden kann. Wer bei der Installation mitreden kann, sollte darauf achten, dass der entsprechende Lichtschalter gut aus jeder Position erreichbar ist.

Beleuchtung im Schlafzimmer: Lampen am Kleiderschrank

Schummrig-weiches Licht ist überall gefragt – aber nicht am Kleiderschrank: Hier wollen wir alles gut ausgeleuchtet und möglichst ohne Schatten sehen. Die Luxusvariante sind Einbauleuchten im Schrank, denn deren Spots leuchten alle erdenklichen Bereiche des Schranks aus. Auch Strahler und Spots, die direkt an der Decke vor dem Kleiderschrank angebracht sind, sind optimal: Diese sollten allerdings mit einem Abstand von mindestens 50 cm vor dem Schrank installiert werden, damit Schubladen und Fächer nicht im Schatten sind. Rund um den Kleiderschrank herum können außerdem Wandleuchten helfen, die nicht von oben, sondern von der Seite strahlen und so weniger Schatten werfen.

 

Beleuchtung im Kleiderschrank: Wandspiegel mit Beleuchtung

Auch an Wand- und Schminkspiegeln wollen wir auf Schummerlicht (und Schatten!) verzichten. Extra Lichtquellen sollten deshalb optimalerweise an beiden Seiten des Spiegels befestigt werden. Wichtig ist vor allem beim Schminken außerdem, dass die Beleuchtung des Spiegels im Schlafzimmer nicht blendet. Experten empfehlen hier Opal- bzw. Kryolithglas-Lampen, die lichtdurchlässig, aber nicht durchsichtig sind. Vorhandene Spiegel ohne Beleuchtung können aufgerüstet werden: mit speziellen Spiegelleuchten, die flexibel am Spiegel angebracht werden können.

 

Indirekte Beleuchtung im Schlafzimmer: Beleuchtung unter Wandregalen, Schränken oder Bett und indirekte Wandbeleuchtung

Diese Beleuchtung wollen alle im Schlafzimmer: indirektes, weißes Licht, das besonders gemütlich wirkt und von Boden oder Wänden warm reflektiert wird. Wie gemütlich! Und gar nicht so schwierig anzubringen – auch ohne Wandleuchten mit Sichtblenden oder abgeschirmte Deckenstrahler.

Das Zauberwort heißt LED-Leiste: Diese können mit warmweißen Leuchtmitteln unter Wandregalen, unter dem Bett oder Kleiderschrank angebracht werden. Diese Unterbauleuchten sind im Allgemeinen nur kleine Lichtquellen, auf die man beim nächtlichen Aufstehen aber sicher nicht verzichten möchte. Wer sich die teure Installation sparen will, kann auf batteriebetriebene LED-Klebestreifen zurückgreifen. Diese sind sogar mit Bewegungsmelder erhältlich.

Beleuchtung im Schlafzimmer: Die richtige Lichtfarbe

Wer bei der Leuchtmittel-Auswahl nur auf die richtige Größe der Glühbirne achtet, der verpasst ein wichtiges Feature, das für mehr als nur Licht oder Dunkel im Schlafzimmer verantwortlich sein kann. Experten empfehlen je nach Bedürfnis unterschiedliche Lichtfarben: Warmweiße Glühbirnen mit bis zu 2800 Kelvin werfen so genanntes „gelbes Licht“, das entspannend wirkt und das Sonnenlicht imitiert. Für die Deckenbeleuchtung wird neutralweißes bis warmweißes Licht bis zu 3.300 Kelvin empfohlen. Bei LED-Schlafzimmerleuchten mit Farbwechsler kann heute flexibel zwischen verschiedenen Lichtfarben gewählt werden. 

 

Und auch auf die Größe des Zimmers kommt es an: Mit mindestens 1.000 Lumen (lm) pro Quadratmeter sollte gerechnet werden – bei einem Raum von 15 Quadratmetern werden also Leuchtmittel mit 1.500 lm benötigt.