Garten im September Gartentipps im September: Das ist jetzt zu tun

Der Sommer geht dem Ende zu und Spätsommerblüher zeigen sich von ihrer schönsten Seite! Wie dein Garten noch lange blüht und was du für die nächste Saison vorbereiten solltest: Das ist jetzt im Garten zu tun!

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Allgemeine Gartenarbeiten im September

  • Rosen pflegen und düngen: Ab Mitte des Monats kaliumbetonten Herbstdünger / Kalimagnesia geben, um die Pflanzen fit für den Frost zu machen. Dabei an einem bedeckten Tag düngen und beim Verteilen (20 bis 30 g Kalimagnesia pro Quadratmeter) Handschuhe und lange Ärmel tragen, weil der Dünger die Haut reizen kann. Bei Kletterrosen zudem den Draht kontrollieren und lockern, bevor er in die Rinde einwächst. An öfterblühenden Sorten regelmäßig die welken Blüten entfernen, damit sich neue Knospen bilden können.
  • Rasen säen: Jetzt neuen Rasen säen und schadhafte Stellen ausbessern. 
  • Letzter Schnitt: Immergrüne Pflanzen wie Scheinzypresse und Lebensbaum ein letztes Mal geschnitten werden. Auch Wilder Wein kann jetzt noch mal eingekürzt werden (am besten unterhalb der Regenrinne). Achtung: Für einen Buchsbaum-Schnitt ist es jetzt zu spät - die nachwachsenden Triebe können sonst bis zum Winter nicht richtig ausreifen und erfrieren.
  • Beete vorbereiten, Garten düngen und Steinmehl streuen: Leichte Sandböden freuen sich über Bentonit, da sie so besser Nährstoffe speichern können. Alle Bodenarten freuen sich über Kompost: Boden lockern, Unkraut entfernen und rund 2 Kilogramm Kompost pro Quadratmeter oberflächlich einarbeiten.
  • Kompost fürs nächste Jahr vorbereiten: Reifer, nährstoffhaltiger Kompost sollte jetzt nicht mehr auf die Beete gebracht werden. Deshalb Kompost jetzt nur umsetzen und den reifen Kompost bis zum Frühjahr im Halbschatten lagern. Ggf. ein selbst gebautes Kompostsilo in Erwägung siehen, in dem frische Gartenabfälle und Strauchwerk kompostieren kann. Wer sich jetzt an die Arbeit macht, hat im Frühling reifen Kompost, der auf die Beete ausgebracht werden kann.

 

Neu pflanzen im September – welche Pflanzen eignen sich?

  • Einige robustere einjährige Pflanzen können jetzt schon ins Beet: Kornblumen, Klatschmohn, Bechermalve und Ringelblumen blühen im Frühling sehr früh, die Sämlinge mit Nadelreisig vor Frost schützen.
  • Klematis einpflanzen (circa 7-10 cm tief). Ist der Standort unter einem Baum, sollte die Pflanze in einem bodenlosen Eimer in die Erde setzen, so sind ihre Wurzeln noch geschützt und können Wasser aufnehmen.
  • Immergrüne Gehölze wie Kirschlorbeer einpflanzen, damit sie noch vor dem Frost einwurzeln können. Beim Kauf auf einen runden, festen und kompakten Wurzelballen achten.

Obst- und Gemüsegarten im September

  • Erdbeerpflanzen setzen – je früher, desto höher fällt die Ernte im nächsten Frühling aus! Bei Trockenheit gut feuchthalten, das gilt auch für bestehende Erdbeerbeete, weil die Pflanzen schon jetzt ihre Blüten für die kommende Saison ansetzen. Nach der Ernte das Düngen nicht vergessen: Boden lockern, Unkraut entfernen und Kompost und Hornspäne (oder wahlweise auch Erdbeerdünger) darauf verteilen.
  • Späte Himbeeren ernten: Je nach Wetter zwei bis dreimal pro Woche die Pflanzen durchgehen. Nach der Ernte der letzten Früchte alle triebe direkt über dem Boden abschneiden, das Schnittgut im Müll entsorgen. Für die Ernte im nächsten Jahr einige Jungtriebe pro Meter stehenlassen und festbinden.
  • Kartoffeln ernten und lagern, ebenso Rot- und Weißkohl. Prinzessbohnen sollten früh (etwa 8-10 cm lang) geerntet werden, Pflanzen besser häufiger absuchen. Speisezwiebeln sind reif, wenn das Laub darum herum vergilbt ist. Achtung: Vor dem Einlagern sollten die Zwiebeln unbedingt an einem luftigen, vor Sonne geschützten Ort getrocknet werden. Auch Zucchinis liefern bis zum Frost neue Früchte!
  • Kräuter regelmäßig abernten – am besten frühmorgens, sobald der Morgentau abgetrocknet ist. Hier findest du Tipps, worauf du beim Ernten und Lagern von Kräutern achten solltest!
  • Knoblauch stecken – Tipp: Die Knollen werden besonders dick, wenn einzelne Zehen an einem warmen, sonnigen Platz austreiben können.
  • Feldsalat, Spinat und Portulak können noch bis Mitte September ausgesät werden, ebenso Radicchio, Chinakohl und Batavia. Auch in Schalen gesäte Endivien können jetzt noch gepflanzt werden – die Pflanzen vertragen leichten Frost!
  • Abgeerntete Gemüsebeete für die nächste Saison stärken: Gründüngungspflanzen wie Bienenfreund den Boden. Nach dem letzten Schnee werden die erfrorenen Pflanzenreste einfach untergegraben.

Balkon, Terrasse und Zimmerpflanzen im September

  • Zu viel des Guten: Kübelpflanzen wie Oleander nicht mehr düngen, ebenso Kräuter in Töpfen.
  • Alpenveilchen düngen und kühl stellen – am besten in einem Raum mit hoher Luftfeuchtigkeit um die 15 °C. Beim Gießen darauf achten, dass die sichtbaren Teile der Knollen trocken bleiben.
  • Kakteen umziehen: Ab ins helle, kühle und luftige Winterquartier! Kaktus eventuell umtopfen, ab dem Winter nicht mehr düngen und nur noch einmal monatlich düngen.
  • Zimmerpflanzen alle zwei Wochen düngen. Staub auf den Blättern regelmäßig abduschen oder mit einer weichen Bürste abfegen.

Schädlinge und Krankheiten bekämpfen:

  • Rotpustelkrankheit: Besonders wenig gepflegte Obstbäume, Beerensträucher und Ziergehölze zeigen auf abgestorbenen Ästen die stecknadelkopfgroßen Pusteln. Trockene Äste bis ins gesunde Holz zurückschneiden und die Schnittwunde mit einem Wundverschlussmittel verschließen.
  • Gartenlaubkäfer bekämpfen: Die Larven des Gartenlaubkäfers fressen an den Graswurzeln, die Gräser werden daraufhin gelb und sterben ab. Fadenwürmer sind zwischen Mai und Anfang/Mitte September ein gutes Gegenmittel: Fadenwürmer einfach in Wasser einrühren und auf die betroffenen Flächen gießen.