Wasserhahn tropft Schnelle Hilfe bei stetem Tropfen

Tropf. Tropf. Tropf. Wer soll sich denn dabei konzentrieren? Ein tropfender Wasserhahn ist nicht nur eine Geduldsprobe für die Nerven – sondern kann auch richtig teuer werden 

Wasserhahn

 

Was kann das sein: Warum tropft der Wasserhahn?

Die häufigste Ursache für einen tropfenden Wasserhahn ist Kalk – und das ist eine gute Nachricht, denn in diesem Fall kann der Wasserhahn oft selbst repariert werden, ohne dass ein Klempner übernehmen muss. Dafür essentiell ist das richtige Werkzeug, das Wissen, wo der Schaden konkret sitzt – und die Geistesgegenwärtigkeit, das Wasser abzustellen, bevor man sich an die Arbeit macht und Armaturen oder Hähne abschraubt.

Der Wasserhahn tropft – was tun? Die ersten Schritte

In Regionen, in denen das Wasser besonders hart und damit auch kalkhaltig ist, treten besonders häufig Schäden auf: So bilden sich besonders häufig und schnell Ablagerungen, die bewirken, dass Gummidichtungen spröde werden oder die Armatur nicht mehr optimal abschließt. Dann müssen die Kalkablagerungen möglichst gründlich entfernt werden. Doch Achtung: Wasserhähne tropfen unterschiedlich!

Tropft der Wasserhahn beispielsweise noch einige Minuten nach dem Abstellen des Wassers nach, muss der Luftsprudler entkalkt werden. Dafür wird der Perlator (auch Mischdüse genannt) entweder abgeschraubt und in Essigessenz oder Zitronensäure gelegt. Oder aber man füllt eine kleine Plastiktüte mit der Lösung und stülpt diese von unten über das Ende des Wasserhahns und bindet sie nach oben hin ab. Nach mehreren Stunden Einwirken ist der größte Teil des Kalks gelöst und das Wasser fließt nach einem kräftigen Spülgang mit Wasserkraft wieder ohne Nachtropfen.

 

 

Wenn der Wasserhahn ohne Unterlass tropft, könnte eine Dichtung beschädigt oder verschmutzt sein. Ist die Gummidichtung des Hahns durch Kalk brüchig und spröde geworden, muss sie ausgetauscht werden – für wenige Euro im Fachhandel oder im Internet (auf Durchmesser und Dichte achten bzw. einfach das defekte Teil mitbringen!) lässt sich der Ring aber leicht ersetzen.
Ist die Dichtung ausgetauscht und der Hahn tropft trotzdem weiter, könnte die Kartusche, die sich im Inneren des Einhebelmischers befindet, verschmutzt oder kaputt sein. Dann lohnt sich eine Kosten-Nutzen-Rechnung mit Fachverstand: Oft ist der Einsatz einer neuen Kartusche günstiger und schneller als die Reparatur (für ersteres wird mit Sicherheit auch schneller ein Fachmann gefunden).

Der Wasserhahn tropft – welche Kosten entstehen?

Bei der Kalkulation der anfallenden Reparaturkosten wird oft die Wasserrechnung vergessen, die anfallen würde, wenn der Schaden gar nicht repariert würde. Besonders ein langfristig tropfender Wasserhahn kann für enorme Zusatzkosten sorgen, die in vielen Fällen höher sind als die Reparatur. Erfahrungsgemäß sind defekte Kartuschen (hier lohnt es sich übrigens, den Vermieter darüber in Kenntnis zu setzen!) oder anderweitig beschädigte Armaturen relativ selten – meist müssen keine größeren Teile ausgetauscht werden. In jedem Fall wichtig ist es, das Tropfen nicht zu ignorieren und schnell aktiv zu werden: Je länger der Hahn tropft, umso höher steigen die Kosten.

Wer zahlt die Kosten, wenn der Wasserhahn tropft? Der Vermieter und seine Aufgaben

Steht der Mieter, in dessen Mietzeit der Schaden auffällig wurde, alleine mit den Kosten für die Reparatur da? Nicht unbedingt. Natürlich ist jeder Mieter angehalten, mit den Gegenständen und Apparaturen, die er mit der Wohnung übernommen hat, pfleglich umzugehen. Dazu gehört auch das regelmäßige Entkalken von erreichbaren Stellen und Armaturen. Wer feststellt, dass das bloße Reinigen mit Essigessenz nicht hilft und der Schaden größer ist, sollte noch vor dem Fachmann die Vermieter informieren: Häufig haben diese bereits Erfahrungen mit derlei Schäden und können die weiteren Schritte in die Wege leiten (inklusive der Übernahme der Kosten), da ein gewisser Altersverschleiß in deren entstehenden Betriebskosten bereits einkalkuliert wird.

Wie kann ich einen tropfenden Wasserhahn vermeiden?

Wo Kalk ist, entstehen Ablagerungen. Das lässt sich nicht verhindern. Wohl aber, dass die Ablagerungen so groß werden, dass etwa Gummidichtungen spröde werden. Hier hilft regelmäßiges Entkalken mit den bekannten Hausmitteln. Langfristig gesehen lohnt sich auch die Anschaffung hochwertiger Armaturen, da diese im Allgemeinen langlebiger sind als günstige Armaturen ohne Schutz gegen Verkalkungen.