DIY: Kerzen selber machen Stylische Kerzen für romantische Sommerabende selber machen

Ob im Sommer oder Winter – Kerzenlicht sorgt immer für eine warme und freundliche Atmosphäre. Im Nu wird die Umgebung in ein goldenes Licht getaucht und das leichte Flackern beruhigt die Sinne. Hier erfährst du, wie du stylische Kerzen ganz einfach selber machen kannst.

Kerzen
Klassische Kerzen aus dem Handel sind nicht immer klimafreundlich. Ihre Zusammensetzung aus Paraffinen und Erdöl, ist schlecht für das Ökosystem und daher nicht zu empfehlen. Besser also, du machst dir deine Kerzen selbst. So weißt du was drinnen ist und woher sie kommen. 
 
Für Bastelfans und leidenschaftliche Gastgeber*innen, ist dieses Projekt genau das Richtige. Unsere Anleitung für selbstgemachte Kerzen macht Freude und du kannst mit ein paar leichten Hacks für ein harmonisches Ambiente sorgen. Übrigens sind die selbstgemachten Kerzen auch ein wunderschönes Geschenk. 

Vorbereitung, das wird benötigt

  • Kerzenreste
  • Einen oder mehrere Dochte
  • Eine alte Dose
  • Eine Klopapier-Rolle 
  • Zahnstocher oder andere Holzspieße (zur Stabilisierung des Kerzendochts)

So geht’s

Zunächst brauchst du einen Docht. Diesen kannst du aus einer Kordel oder einem dickeren Garn selbst machen. Wichtiger Hinweis: Achte darauf, dass der Faden aus 100 Prozent Baumwolle besteht.
  1. Teile das Garn am Ende in drei Stränge auf und knote diese dann zusammen. Binde das Schnurende dann an einen Stuhl
  2. Flechte jetzt die Fäden ineinander wie bei einem Zopf. Es bildet sich eine dickere Kordel 
  3. Jetzt wird auch das andere Ende verknotet
  4. Während des Flechtens kannst du bereits Vorarbeit leisten, indem du alte Kerzenreste in einem Wasserbad zum Schmelzen bringst
  5. Ist die Baumwollkordel fertig, wird sie in das flüssige Wachs getaucht. Zähle bis 30, bevor du es wieder herausnimmst
  6. Wiederhole den Prozess, bis eine zarte Wachsschicht um den Faden herum erkennbar ist
  7. Fast fertig: der Docht wird nun zum Trocknen aufgehängt. Er sollte dabei unbedingt gerade herunterhängen, sonst wird er schief. Achtung: Es kann sein, dass im Nachhinein noch Wachsreste heruntertropfen. Lege am besten etwas unter, damit du dich nicht über unerwartete Wachsflecken ärgern musst.
Es gibt verschiedene Varianten, wie du eine Kerze kreieren kannst. Diese zwei Methoden gefallen uns am besten: 
  1. Eingießen
  2. Kerzenziehen

So geht Eingießen

Eingießen ist eine einfache Methode, um neue Kerzen zu erhalten. Diese Anleitung erklärt schrittweise, wie das mit dem Kerzengießen funktioniert: 
  1. Zunächst bringst du die Wachsreste mit einem Wasserbad zum Schmelzen. Hinweis: Achte darauf, dass das Wachs langsam erwärmt wird, das Wasser darf nicht kochen
  2. Währenddessen wird die Gießform vorbereitet. Das kann eine Klopapierrolle oder eine Konservendose sein
  3. Das Dochtende wird in die Mitte der aufgestellten Form gesetzt und das andere wird zwischen einem Zahnstocher, der oben aufliegt, fixiert. Unsere Empfehlung: Mit Wachsfarben* kannst du bereits gefärbtes Wachs in deine Lieblingsfarbe umfärben
  4. Ist das Wachs flüssig, kannst du es nun bis zum oberen Ende der Form eingießen
  5. Der Docht sollte dabei immer zentriert und vor allem gerade bleiben. Hinweis: Wird das Wachs kalt, zieht es sich zusammen und rund um den Docht wird ein kleiner Krater sichtbar. Fülle nochmals warmes Kerzenwachs nach, damit das Loch überdeckt wird
  6. Kerze(n) abkühlen und aushärten lassen
  7. Nach dem Aushärten kannst du die Form von der Kerze lösen
  8. Deine Kerze ist nun fertig

Anleitung für Kerzenziehen 

Wenn du längliche Kerzen* bevorzugst, dann ist das Kerzenziehen vermutlich genau das Richtige für dich. Lange Kerzen in einem Kronleuchter oder in einem Kerzenständer, strahlen Eleganz und Festlichkeit aus. 
Dein selbstgemachter Docht sollte ungefähr zehn bis fünfzehn Zentimeter länger sein als deine Kerze. Wie groß deine Kerze wird hängt wiederum von dem Gefäß ab, in das der Docht getaucht wird. 
 
Und so gehst du vor:
  1. Verknote das obere Dochtende zu einer Schlaufe und befestige am unteren Ende einen kleinen Nagel. Letzterer verhindert, dass die Kerze beim Ziehvorgang vom Docht herunterrutscht
  2. Jetzt benötigst du eine Aufhängevorrichtung. Das kann beispielsweise ein Besenstil zwischen zwei Möbelstücken sein. Hänge daran Kleiderbügel mit dem Haken nach unten zeigend auf.
  3. Während das Wachs im Wasserbad geschmolzen wird (bei einem Farbwunsch kann in diesem Schritt die Farbe hinzugefügt werden), hältst du den ersten Docht bereit für seinen ersten Tauchvorgang
  4. Alle Dochte werden jetzt nacheinander in das Wachs getaucht und an der Schlaufe aufgehangen. Immer wenn der Docht fest geworden und vollständig abgetropft ist beginnst du erneut mit dem Eintauchen. Um den Docht entsteht dadurch eine immer dicker werdende Wachsschicht. Hinweis: Achte darauf, dass immer genügend flüssiges Wachs zur Verfügung steht
  5. Hat die Kerze den gewünschten Durchmesser, wird das überschüssige Wachs an der Unterseite entfernt. Dies machst du oberhalb des Nagels, damit der Nagel gleichzeitig entfernt wird
  6. Jetzt nur noch die Dochtschleife abschneiden et voilà – fertig ist die Kerze

Gedrehte Kerze selbstgemacht

Du liebst den coolen Effekt der gedrehten Kerzen? Auch das ist im Handumdrehen selbst erledigt. Tauche deine fertige Stabkerze in ein warmes Wasserbad. Sobald das Wachs weich wird, kannst du es mit einem Teigroller platt walzen und mit den Händen so drehen, wie du es dir vorstellst. Jetzt lässt du die gedrehte Kerze in einem kühlen Wasserbad erkalten und trocknest sie ab. Einfacher als gedacht, oder?  

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