Homeoffice: Checkliste fürs Einrichten Happy im Homeoffice

Aus der Not geboren, steht uns eine Ära des mobilen Arbeitens in Haus. Doch was gibt es im Homeoffice zu beachten? 7 To-Dos, die dir helfen, aus der improvisierten Ecke einen professionellen Arbeitsplatz zu machen. Plus Checkliste zum Abhaken! 

Home Office einrichten

To-Do Nr. 1: Den richtigen Platz zum Arbeiten finden

Seit Beginn der Corona-Pandemie gewinnt das Arbeiten zu Hause mehr an Bedeutung. Viele Deutsche würden gerne stets zwei Tage die Woche im Homeoffice arbeiten, so das Ergebnis einer Online-Umfrage (Quelle: Statista). Umso wichtiger ist dann, dass der Arbeitsplatz Basisanforderungen wie z. B. ausreichend Licht und eine Raumtemperatur bis 22 Grad erfüllt. Je mehr im Homeoffice gearbeitet wird, desto empfehlenswerter ist ein separater Raum. Nischen können eine Lösung sein, und (Klapp-)Tische sollten eine Höhe zwischen 66 und 75 cm haben.

Deine Checkliste:

  • Abtrennbarer Ort
  • Grundbedürfnisse ok
  • Keine Notlösungen

Extra-Tipp: Stühle mit Rollen – aber bitte richtig! Weiche Stuhlrollen für harte Böden und festere für softe Beläge wie Teppich wählen.

To-Do Nr. 2: Licht und Luft für den klaren Kopf

Das Arbeiten am Bildschirm strengt die Augen an. Um viel Tageslicht abzubekommen, den Schreibtisch am besten im rechten Winkel zum Fenster platzieren. Daneben optimieren Leuchten mit tageslichtweißen Lichtquellen (> 5.300 Kelvin) oder universalweißem Licht (> 3.300 Kelvin) die Arbeitsbedingungen im Homeoffice. Bei Stehleuchten sollte das Kabel möglichst lang sein, um den Radius zu erweitern. Auch regelmäßiges Lüften ist unerlässlich: Sauerstoff unterstützt die Konzentration – also mindestens einmal pro Stunde Fenster auf!

Deine Checkliste:

  • Viel natürliches Licht
  • Tageslichtbirnen /-LEDs
  • Frischluftzufuhr

Extra-Tipp: Flexibel verstellbare Klemmleuchten sind gute Ergänzungen, die Platz sparen.

 

To-Do Nr. 3: Ein Schreibtisch zum Sitzen und Stehen

Arbeitgeber richten sich bei der Gestaltung der Arbeitsplätze für Mitarbeiter nach Normen, Vorschriften und Empfehlungen. Im Homeoffice sollten diese ebenfalls gelten. Die Arbeitsfläche eines Schreibtisches, an dem regelmäßig gearbeitet wird, sollte z. B. mindestens 160 x 80 cm betragen. Die Bewegungsfläche am Tisch darf nicht kleiner als 1,5 m2 sein. Höhenverstellbare Schreibtische sind in mehrfacher Hinsicht sinnvoll: Sie orientieren sich individuell an der Körpergröße und fördern als Stehpult auf Zeit einen gesunden Haltungswechsel.

Deine Checkliste:

  • Genug Arbeitsfläche
  • Mit Bewegungsradius
  • Flexibel verstellbar

Extra-Tipp: Telefonate außerhalb von Videokonferenzen stets gehend tätigen. Bewegung tut gut!

To-Do Nr. 4: Ein eigener ergonomischer Bürostuhl

Wer tageweise oder gar dauerhaft in Heimarbeit ist, braucht einen Schreibtischstuhl, der sich den individuellen ergonomischen Bedürfnisse anpassen lässt. Fünf Rollen, eine höhenverstellbare, sich drehende Sitzfläche, eine bewegliche Rückenlehne und justierbare Armauflagen sind notwendig. Beim Einstellen spielen Faktoren wie Gewicht, Größe und die Länge der Beine eine Rolle. Sitzen solltest du so, dass Ober- und Unterschenkel bzw. Ober- und Unterarm einen rechten Winkel bilden – dann alles so lassen! Und: Jeder sollte seinen eigenen Bürostühl haben.

Deine Checkliste:

  • Ergonomisches Modell
  • Individuell einstellbar
  • Ein Stuhl pro Person

 

To-Do Nr. 5: Ablenkung und Lärm Hausverbot erteilen

Logisch, wirklich ungestört ist man nur in einem Extrazimmer. Hinter der geschlossenen Tür kann dann ruhig das Chaos toben. Ist der Arbeitsplatz im Wohnbereich integriert, kannst du ihn mit Paneelen, die Schall dämmen, akustisch und optisch abschirmen. Raumteiler oder Stellwände aus Filz leisten da z. B. einen guten Job. Auch Musik über Kopfhörer oder Noise-Cancelling-Kopfhörer können störende Alltagsgeräusche ausblenden. Besonders wichtige Tätigkeiten sollten am besten in der Zeit erledigt werden, in der man Ruhe hat.

Deine Checkliste:

  • Störarmer Platz
  • Lärm aussperren
  • Ruhezeiten nutzen

To-Do Nr. 6: Stauraum und Ordnung schaffen

Blöcke, Stifte, Umschläge – auch kleine Homeoffice-Posten verursachen Kosten. Informiere dich bei deinem Arbeitgeber, ob diese gestellt oder verrechnet werden. Hat man das Material zusammen, gilt es, Ordnung zu halten, denn Chaos stört die Konzentration. Befindet sich das Homeoffice in einem Wohnraum, sollten am Abend alle Büroutensilien das Blickfeld räumen. Die besten Stauraumlösungen: Regale mit Türen oder einheitliche Boxen.

Deine Checkliste:

  • Ausstattung vervollständigen
  • Ordnung halten
  • Arbeit zum Feierabend verräumen

Extra-Tipp: Ordnerrücken können keinen entzücken, geschlossene Fächer und Klappen schon!

To-Do Nr. 7: Mit Technik auf der Überholspur

Der Schreibtisch steht? Dann stelle sicher, dass mindestens eine Steckdose in der Nähe ist und das WLAN funktioniert. Reicht die Online-Power nun nicht mehr aus, beim Anbieter den Vertrag für ein leistungsstärkeres und schnelleres Internet updaten.

Deine Checkliste:

  • Stromanschlüsse
  • Starkes W-LAN
  • Schnelles Internet

Die neue Arbeitswelt

Hier findest du weitreichende Infos und Hilfe rund ums Homeoffice:

  • Finanzspritze: Die Regierung gewährt für 2020 eine Homeoffice-Steuerpauschale von bis zu 600 Euro. Infos unter www.steuertipps.de.
  • Kosten: Was der Arbeitgeber zahlt, erfährst du hier: www.humanresourcesmanager.de
  • Arbeitsplatzgestaltung: Auf der Seite der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin werden DIN-Normen und Vorschläge zur Arbeitsplatzgestaltung aufgeführt: www.baua.de