Bilder aufhängen: Höhe, Anordnung, Tricks So setzen Sie Ihre Bilder richtig in Szene

 

Höher, tiefer, enger zusammen, weiter auseinander? Die wichtigsten Regeln zum Aufhängen von Bildern sind erstaunlich simpel. Und wer sich ein bisschen ins Zeug legt, braucht nicht mal Nägel, Schrauben oder Dübel!

 

Bilderrahmen

Die richtige Höhe der Wandbilder

Als Faustregel gilt: Bilder in Augenhöhe aufhängen, in Durchgangsbereichen, z. B. im Flur, in Stehhöhe. Werden die Bilder aber meist im Sitzen betrachtet wie im Wohnzimmer, sollten sie etwas niedriger angebracht werden.

Der Rahmen der Bilder

Rahmen sind zwar Geschmackssache, beeinflusst aber immer die Wirkung eines Bildes. Außerdem konserviert bzw. schützt er. Wertvolle Motive unbedingt von einem Profi rahmen lassen.

Passepartouts 

Je kostbarer ein Blatt, desto wichtiger ist dieser Schutz. Es schafft Abstand zum Glas und verhindert so Feuchtigkeit, die sich dahinter bilden kann. Gestalterischer Pluspunkt: Passepartouts werten selbst günstige Druck auf. Ungerahmte Motive, Alu- oder Holzrahmen gewinnen dadurch ungemein.

Restaurierung von Bildern

Haben Sie Omas Bild geerbt und es ist total verschmutzt? Hier kann der Restaurator helfen. Er reinigt und arbeitet das Bild fachgerecht auf, koloriert ggf. Radierungen und Aquarelle nach. Adressen finden Sie im Branchenbuch.

Expertentipp

„Egal, ob teure Antiquität, Poster oder Fotosammlung – alles lässt sich mit ein paar einfachen Tricks perfekt in Szene setzen. Bedenken Sie zuerst, dass Wandfarbe und Einrichtung die Wirkung beeinflussen. Einzelne Werke kommen gut zur Geltung, wenn sie in den Proportionen zu den Möbeln in ihrer Nähe passen. Ein großes Gemälde wirkt am besten über einem breiten Sofa oder am Essplatz. Es  sollte niedrig hängen, damit man es auch im Sitzen optimal sehen kann. Eine zierliche Kommode ist hingegen ein prima „Fundament“ für ein kleinformatiges Aquarell. Bildergruppen kann man allmählich entstehen lassen. Wichtig ist dabei, die Ober- oder Unterkante der Rahmen an gedachten Achsen auszurichten, damit es nicht unruhig wird. Sollen viele Formate wandfüllend aufgehängt werden, empfiehlt es sich, die Anordnung auf dem Boden zu probieren: Ziehen Sie mit einer Schnur einen äußeren Rahmen, quadratisch oder rechteckig, und ordnen Sie die Bilder darin an. Mehrere übereinander strecken den Raum in die Höhe, nebeneinander platziert, lassen sie ihn breiter erscheinen. Natürlich spielt die Beleuchtung eine Rolle: Hier gibt es praktische Bilderleuchten, oder Sie bauen ein Lichtpaneel, das Ihr Lieblingsmotiv aus dem Schatten holt.“