Vorbei mit Schimmel, Trockenheit, Befall und Frost 10 Tipps für bessere Gartenerde

Gelber Rasen, kränkelnde Sträucher? So mancher gibt dann vorschnell seine Pflanzen auf und will sie ersetzen. ZUHAUSE WOHNEN rät: Erst einmal den Boden prüfen und je nach Diagnose verbessern. Getreu der bewährten Gärtnerregel: Es gibt keine schlechte Erde! 

Gartenerde

Was tun bei „Karnickelsand“
So nennt man sehr leichte Böden, die im Sommer allzu schnell austrocknen. Hilfe versprechen Tonminerale: Sie bedingen, dass der Boden mehr Nährstoffe und Wasser speichern kann. Arbeitet man „Sandboden-Verbesserer“ in den Boden ein, schont das die Umwelt und spart viel lästige Gießarbeit. Tipp: Kompostgaben verbessern das Ergebnis zusätzlich. 10 kg für ca. 13 Euro.

Kalkbedarf?
Mit dem „pH-Bodentest“ lässt sich der Kalkbedarf im Boden innerhalb von Minuten ermitteln. Anhand der Farbreaktion und einer Tabelle erfährt man genau, wie viel gekörnter kohlensaurer Kalk (kein Branntkalk!) auf die Beete gestreut werden sollte, um die Bodensäure zu neutralisieren. Danach wachsen die Pflanzen wesentlich stärker und gesünder. Alle drei Jahre sollte neu geprüft werden. Ca. 5 Euro.

Boden lockern mit Lupinen
Das Haus ist fertig, die Baumaschinen sind abgezogen – jetzt ist der Garten dran. Doch statt ruck, zuck Beete und einen Rasenteppich anzulegen, gelangt man mit dem Spaten kaum in die Erde. Nach der mühsamen Pflanzaktion stehen nach einem Regenschauer stundenlang Pfützen auf dem Rasen und auch im zweiten Jahr wachsen die Sträucher kaum in die Höhe. Das Problem ist leider weit verbreitet: Der Boden wurde durch schweres Baugerät total verdichtet, nichts kann hier mehr wachsen – außer der „Blauen Bitterlupine“ (ca. 5 Euro). Sie lockert mit ihren Wurzeln sogar tiefste Bodenschichten auf. Warten Sie also ein paar Monate mit der Neuanlage des Gartens und lassen erst die Lupine ihre Arbeit verrichten. Danach ist die Erde aufgelockert und der neue Rasen wird sattgrün. Tipp: Auf allzu stark verdichteten Böden lohnt sich eine zweijährige Intensivkur mit Untergraben und Neueinsaat.

Unkraut leichter loswerden
Sie wollen die Unkrautecke in ein Staudenbeet verwandeln oder die Wiese in einen Rasen? Wurzelunkraut wie Quecke, Giersch und Ackerschachtelhalm können einem ganz schön den Spaß verderben. Der Vernichter „Round- Up“ erleichtert die Arbeit wesentlich, ca. 13 Euro.

Es muss nicht immer der große Garten sein, um sich ein lauschiges Plätzchen draußen zu schaffen. Wir zeigen 8 Gestaltungsideen für Minibalkone​.

Autor: Arne Janssen