Weihnachtsbaum im Topf Dieses Jahr keine Wegwerfware!

 

29,8 Millionen Weihnachtsbäume wurden 2019 in Deutschland verkauft. Das bedeutet jede Menge Weihnachtsstimmung – aber auch einen riesigen Berg an weggeworfenen Tannen, Fichten und anderen Nadelbäumen, die ab Januar besonders in Großstädten die Straßen säumen. Geht das nicht anders? Doch, zum Beispiel mit Weihnachtsbäumen im Topf, die bei immer mehr Baumschulen im Angebot sind. Wir sagen, worauf du beim Kauf und bei der Pflege achten musst, damit der Baum seinem Nachhaltigkeitsanspruch auch wirklich genügen kann

Weihnachtsbaum im Topf

Weihnachtsbaum im Topf – das solltest du wissen

Die Grundidee macht so viel Sinn: Der Weihnachtsbaum im Topf wird nicht wie der Hauptteil seiner Kollegen nach Dreikönig entsorgt, sondern soll mit dem Haushalt mitwachsen und die Familie im besten Fall auch in den Folgejahren wieder als Christbaum begleiten. Doch wie funktioniert das in der Praxis, worauf muss man beim Kauf achten und welche Pflege benötigt der Weihnachtsbaum im Topf?

Weihnachtsbaum im Topf: Kaufen oder Mieten

Die meisten Anbieter verkaufen den Weihnachtsbaum im Topf, der in der Regel etwas kleiner ausfällt als der reguläre, bis zu zehn Jahren gewachsene, geschlagene Baum. Einige wenige vermieten die Bäumchen – denn sie haben eine Herausforderung erkannt: Der Baum sollte auch nach Weihnachten eine lebenswerte Heimat haben – ab Frühjahr im besten Fall eingepflanzt im Garten oder aber weiterhin im Topf auf dem Balkon oder Terrasse. Wer diesen Platz nicht hat oder den Aufwand scheut, entscheidet sich für die Miet-Variante, deren Preis sich nach Standort, Größe und Sorte des Weihnachtsbaums richtet.

Weihnachtsbaum selber schlagen - darauf solltest du achten!

 

Ob Kaufen oder Mieten – darauf solltest du bei der Auswahl deines Weihnachtsbaums im Topf achten:

  • Den richtigen Anbieter auswählen: Neben Baumschulen bieten mittlerweile auch Baumärkte und Discounter Weihnachtsbäume im Topf an – zu einem unschlagbaren Preis. Der Nachteil: Derlei günstige Weihnachtsbäume im Topf haben oft einen bereits verkümmerten oder beschädigten Wurzelballen, der schon nach wenigen Wochen abstirbt. In Baumschulen werden die für eine Karriere im Topf vorgesehenen Weihnachtsbäume regelmäßig umgetopft. So bildet sich ein fester und robuster Wurzelballen aus. Vorteil beim Kauf in der Baumschule: Hier kann der Wurzelballen begutachtet werden, denn die Bäume werden oft ohne Pflanzgefäß angeboten. Extratipp: Viele Baumschulen haben Onlineshops!
  • Die richtige Sorte kaufen: Während sich Weihnachtsbaumklassiker wie die Nordmanntanne als Pflanzwurzler nicht als Weihnachtsbaum im Topf eignen (sie bekommen im Topf zu wenig Wasser und Nährstoffe), sind Fichten anpassungsfähiger. Sie entwickeln auch im Topf einen kompakten Wurzelballen, der das Umtopfen gut übersteht und den Weihnachtsbaum mit ausreichenden Nährstoffen versorgen kann.
  • Den richtigen Kaufzeitpunkt wählen – der da wäre: jetzt! Denn „zu früh“ gibt es beim Kauf eines Weihnachtsbaums im Topf nicht. Der Baum, dessen Kaufsaison in den Baumschulen meist ab Oktober / November beginnt, benötigt nämlich möglichst viel Zeit zur Eingewöhnung am neuen Standort. Der wird natürlich nicht von Anbeginn an das weihnachtliche Wohnzimmer sein: Nach dem Kauf sollte sich der Baum weiterhin in der Kühle akklimatisieren können – das heißt: auf dem windgeschützten Balkon oder im Garten. Im nächsten Schritt, spätestens eine Woche vor dem Einzug ins Wohnzimmer, zieht der Baum samt Topf ins etwas wärmere Treppenhaus oder ein ungeheiztes Zimmer – möglichst an einen hellen Platz. Kurz vor Weihnachten (am besten: einen Tag davor!) ist er dann bereit für den Umzug ins Wohnzimmer.

Weihnachtsbaum im Topf: Die optimale Pflege für möglichst lange Haltbarkeit

  • Die richtige Pflege: Auch im Topf benötigen die Bäume Wasser. Dabei ist wichtig zu wissen, dass Fichten sowohl mit Trockenheit als auch mit Staunässe zu kämpfen haben. Deshalb per Fingertest täglich überprüfen, ob der Weihnachtsbaum im Topf Wasser benötigt. Etwa jeden zweiten Tag Gießen sollte ausreichen. Für glänzende Nadeln die feinen Ästchen mindestens einmal täglich mit Wasser benetzen, z.B. mit einer Sprühflasche.
  • Der richtige Standort zum Fest: Längstens zehn Tage sollte der Weihnachtsbaum im Topf im warmen Wohnzimmer stehen. Dabei wichtig: einen hellen Platz am Fenster, aber nicht gerade den Platz vor der Heizung als Standort auswählen.
  • Die richtige Vor- und Nachbereitung: Wer seinen Baum bereits vom Vorjahr im Garten stehen hat, sollte ihn spätestens Mitte Oktober in das geplante Pflanzgefäß umtopfen. Kurz vor Weihnachten ist zu spät, dann lieber auf ein bereits eingepflanztes Exemplar zurückgreifen! Nach Weihnachten sollte der Baum aus dem warmen Wohnzimmer erst mal wieder in ein kühleres Übergangszimmer ziehen, bevor er in die winterliche Kälte entlassen wird. Apropos: Bei Bodenfrost am besten ein dickes Brett unter den Topf legen, damit die Wurzeln nicht gar so hart von der Kälte getroffen werden.
  • Auspflanzen erst ab dem Frühjahr! Wer seinen Baum im Garten einpflanzen will, sollte dies erst nach dem letzten Bodenfrost ab März tun. Wenn das Nadelbäumchen im Topf verbleiben soll, hilft ein Tannendünger, der nach dem letzten Frost einen Energieschub verleiht.

Fazit: Qualität beim Kauf und die richtige Pflege sind die wichtigsten Kriterien, wenn du darauf hoffst, das Bäumchen im Topf auch zum nächsten Fest wieder zum Einsatz bringen zu können. Wenn du dein Bäumchen zwischendrin in den Garten setzen kannst, steigen die Chancen auf Überleben und gesundes Wachstum.

 

 

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