Ausmisten: Tipps 5 Regeln für erfolgreiches Aufräumen. Plus: So bleibt's ordentlich

Nicht jede Aufräum-Methode passt zu jedem Bedürfnis. Mit der Simplify-Methode wird das Ausmisten einfacher. Außerdem geben wir Tipps, wie es nach dem Aufräumen ordentlich bleibt

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Die 5 Regeln für erfolgreiches Ausmisten

Ob Marie Kondo mit ihrer Konmari-Methode, die Glücksmethode oder die 5-S-Methode oder Margareta Magnussons "Death Cleaning": Aufräummethoden gibt es viele – und nicht für jeden passt jede Philosophie gleich gut. Auch die Selbstmanagement-Reihe „Simplify Your Life“ von Werner Tiki Küstenmacher und Lothar J. Seiwert ist nach fast 20 Jahren auf dem Markt noch aktuell. Ihre aus 5 Schritten bestehende „Simplify“-Methode soll auch das Ausmisten und Entrümpeln einfacher machen:

  1. Ordnung simulieren: Auch wenn hinter dir das Chaos liegt, beginne deine neue Ordnung im leeren, blitzblanken Küchenschrank (funktioniert auch mit dem Keller oder Schreibtisch). Nichts Unnötiges soll hier bald verstaut werden, alles Notwendige in sinnvoller Ordnung. Das funktioniert nur, wenn du bei Null anfängst: mit einem leeren, sauberen Aufbewahrungsort, der sich Schritt für Schritt füllen wird. Der Schrank sieht halbleer viel übersichtlicher aus als vollgestopft? Dann ist das das neue Ziel!
  2. Planen: Planung ist die halbe Ordnung! Deshalb will auch der frisch ausgeräumte Ort vor dem Einräumen neu strukturiert werden. Wo soll was stehen, wo wird extra Stellfläche benötigt, weil du dir beim Umdrehen immer blaue Flecken gestoßen hast? Raum für Verbesserung ist in der kleinsten Bude!
  3. Investieren – in sinnvolle Aufbewahrungsmöbel, Container oder Boxen. Die erfüllen nicht nur einen Sach-Zweck, sondern auch einen emotionalen: Denn auch Ordnung kann Spaß machen, besonders wenn sich der Raum wie „frisch renoviert“ anfühlt.
  4. Das eigene System finden: Welche Aufbewahrungslogik entspricht dir am besten, wie kannst du dich am besten daran erinnern, wo und wie du etwas verstaut hast? Deine Ordnung beruht auf deiner Logik – die kann sich anpassen, ändern und übrigens auch umkehren, wenn sich die Lebensumstände verändern. Die wichtigste Erkenntnis beim Aufräumen lautet: Ordnung soll dein Leben einfacher machen – nicht komplizierter!
  5. Sich an der neuen Ordnung freuen – mit einem Glas Sekt vor den frisch eingeräumten Küchenschränken, einer Einladung für Freunde in die tipptopp geordnete Gartenlaube. Oder mit dem Anschauen von Vorher-Nachher-Bildern des Ausmistprojekts. Wahnsinn, wie sich alles verändert hat!

 

So bleibt’s nach dem Ausmisten ordentlich:

Nicht jede Gewohnheit lässt sich ohne weiteres um- oder gar abstellen – allerdings lässt sich die neue Ordnung mit neuen Ritualen unterstützen:

  • Regelmäßige Ausmist-Termine: Einmal jährlich Kammern, Schränke und Schubladen ausräumen und den Inhalt kritisch sichten!
  • Kleine Aufräum-Sessions planen und kleine Bereiche einteilen: Jeden Tag ein Fach oder eine Schublade sind leichter zu bewältigen als alles auf einmal.
  • Feste Plätze etablieren und Erinnerungsvermögen trainieren: Die Pässe und beglaubigten Urkunden liegen immer in der in der gleichen Schublade, Betriebsanleitungen werden gemeinsam an einem Ort gesammelt.
  • Abends mit der „Lost & Found-Kiste“ zweimal durch die Wohnung laufen: In dem Karton werden erst alle Dinge eingesammelt, die sich im Laufe des Tages an einen falschen Ort verirrt hatten. Während der zweiten Runde werden sie wieder am Ursprungsort abgegeben.
  • Entspannt bleiben - jeder hat seine eigene Ordnung und nicht jeder ist ein Purist. Hauptsache, du fühlst dich wohl!