Vorbei mit Schimmel, Trockenheit, Befall und Frost 10 Tipps für bessere Gartenerde

Gelber Rasen, kränkelnde Sträucher? So mancher gibt dann vorschnell seine Pflanzen auf und will sie ersetzen. ZUHAUSE WOHNEN rät: Erst einmal den Boden prüfen und je nach Diagnose verbessern. Getreu der bewährten Gärtnerregel: Es gibt keine schlechte Erde! 

Gartenerde

6. Wundermittel Kompost: Das schwarze Gold des Gärtners bringt ausgelaugtes Land auf Trab und wirkt positiv aufs Bodenleben.Verteilt man ihn jährlich zentimeterdick, wird lehmiger Boden belüftet und leichter Sand hält mehr Wasser für den Sommer. Alle sechs Monate umschichten, dann geht die Kompostrotte schneller.  

7. Regenwürmer – die Bodenpolizei: Ihre Gänge sorgen für Luft, die Exkremente sind bester Dünger.Dort wo Laub liegen bleibt, tummeln sich bis zu 400 Stück auf 1 m2.Nutzen Sie diese Power! Bedeckt man im Herbst das Gemüseland 20 cm hoch mit Falllaub, ist im Frühjahr alles verdaut und der Boden ohne graben herrlich locker.  

8. Düngung? Aber natürlich! Biogärtner nehmen Urgesteinsmehl. Seine Vorteile: Es bindet Bodensäure, speichert Wasser und kann zudem nicht überdosiert werden. Für Starkzehrer wie Kohl oder Tomaten braucht man mehr Kraft: Brennnesseljauche, Hornspäne und Guano. 

9. Hacken nach jedem Regen: Besonders in heißen Sommermonaten sollte man oft durch den Oberboden gehen. Jäter oder Grubber zerteilen die Bodenkapillaren. So kann wertvolles Wasser aus tiefen Bodenschichten nicht mehr an der Oberfläche verdunsten.  

10. Die große Mär vom Mutterboden: Gartenneulinge wissen oft ihren eigenen Boden nicht zu schätzen und bestellen tonnenweise Muttererde. Die kommt aber oft aus tiefen Baugruben, ist biologisch tot und wertlos. Besser ist Ackerboden oder man verzichtet ganz auf den Fremdimport und päppelt seinen eigenen Boden durch Kalk, Kompost und eine pflanzliche Bodenkur.

Autor: Arne Janssen