Garten im Mai Gartentipps für den Mai

Alles neu macht der Mai – aber Vorsicht, es wird auch noch mal kalt! Was du beim Säen und Pflanzen im Mai beachten musst, welche Nutzpflanzen besondere Beachtung verdienen und was du unbedingt noch vor den Eisheiligen noch erledigen solltest

Blühender Flieder

Pankratius, Servatius und Bonifatius, auch die Eisheiligen genannt, suchen uns zwischen dem 11. und dem 15. Mai heim und markieren dabei einen Wendepunkt im Gartenjahr: Ab Mitte Mai etwa, wenn die kalten Frostnächte vorbei sind und das Wetter schrittweise wärmer wird, können Gärtner im Freien endlich komplett durchstarten. Das ist jetzt zu tun:

Allgemeine Gartenarbeiten im Mai:

  • Sandige Böden düngen: Lehmarme Böden können keinen nachhaltigen Vorrat an Stickstoff, Phosphor und Kalium halten. Solche „ausgewaschenen“ Böden brauchen Langzeitdünger, der über einen langen Zeitraum für ein ausgewogenes Wachstum sorgt.
  • Rasen säen und pflegen. Frisch gesäten Rasen und in regenarmen Zeiten dreimal die Woche wässern. Wer einen Englischen Rasen anstrebt, muss noch mehr Arbeit investieren: Rasen wöchentlich um etwa ein Drittel kürzen, dabei mindestens 4 cm stehen lassen.
  • Kompost umsetzen: Sobald die Temperaturen steigen, wird die Kompostmasse kleiner, der Verrottungsprozess kann durch Umsetzen des Komposts weiter angekurbelt wurden.
  • Mulch ausbringen: Rindenmulch, Holzhäcksel und Rindenkompost versorgen den Boden, vor allem Zierbeete mit Blumen und Stauden, mit Humus. Der Boden bleibt so feucht und locker. Tipp: Vor dem Austragen Hornspäne ausstreuen, damit durch die Zersetzungsprozesse in der nährstoffarmen Mulchschicht Stickstoff gebunden wird.
  • Gießsaison einläuten: Ab Mitte Mai freuen sich keimende Aussaten und Pflanzen in trockenen Perioden über regelmäßiges Wasser.
  • Unkraut jäten und gegebenenfalls Boden hacken, damit sich die Unkräuter nicht zu leicht wiederansiedeln. Ausnahme: Staudenbeete von Waldstauden mögen Störungen durch ständiges Hacken nicht, stattdessen lieber zwischendurch den Boden mit einem Dreizack vorsichtig lockern.
  • Flieder schneiden: Nach der Blüte Ende Mai die verwelkten Teile über dem nächsten Seitentrieb abschneiden.

Neu pflanzen im Mai – welche Pflanzen eignen sich?

  • Blumenwiese aus Saatgut-Mischung: Die Wiese ist auf dem umgegrabenen, feinkrümeligen Saatbett schnell angelegt. Samen mit einer Heuharke aus Alu leicht einharken und bis zum Keimen feucht halten. Wichtig: Stimme den Saatgut-Mix auf deinen Boden ab, damit du lange Freude an den Blumen hast. Vom Rasen zur Blumenwiese - das solltest du beachten
  • Nach den Eisheiligen kannst du frostempfindliche Blumen wie Bart-Nelken oder Ringelblumen ins Beet säen.

Obst- und Gemüsegarten im Mai – nach den Eisheiligen!

  • Ab ins Beet mit vorgezogenen oder gekauften Pflanzen wie Kohl, Paprika oder Tomaten, bei letzteren nach Möglichkeit auf Südlage und viel Sonne achten.
  • Auch vorgezogene Kräuter wie Estragon, Petersilie oder Basilikum können jetzt ins Freie. Nach Bedarf lassen sich einjährige Kräuter nachsäen. Tipp: Wer alle vier Wochen nachsät, hat den ganzen Sommer frische Kräuter! Kräutergarten anlegen und gestalten - so geht's!
  • Bohnen, Zucchini, Möhren und Gurken sind kälteempfindlich – sie werden erst jetzt an einem sonnigen Platz ausgesät.
  • Bei Kopfsalat, Eissalat oder Schnittsalaten stellt sich schnell der erste Ernteerfolg ein – auch sie können jetzt ins Beet.

Balkon, Terrasse und Zimmerpflanzen im Mai:

  • Raus ins Freie mit Balkon- und Kübelpflanzen! Von der Übergangsstation können die frühlingsfitten Pflanzen jetzt wieder an ihren eigentlichen Standort versetzt werden. Weitere Tipps und Tricks rund um Kübelpflanzen
  • Welche deiner Zimmerpflanzen würde sich jetzt draußen wohler fühlen? Kakteen, Orchideen oder Farne können einen ersten Probeurlaub im Freien verbringen. Aber Vorsicht vor Staunässe durch Regen!
  • Falls noch nicht geschehen: Jetzt Rhododendron ein- oder umpflanzen!