Ananas anpflanzen Ananas zu Hause ziehen – so gelingt die Anzucht!

Ananas kaufen kann jeder – doch auch die Anzucht zu Hause auf der Fensterbank kann mit ein bisschen Vorwissen leicht gelingen. Wer die Pflanze richtig pflegt, kann sogar eine neue Frucht ernten

Ananaspflanze

 

Wunderpflanze Ananas

Nicht nur als Print und Accessoire in Wohn- und Modedesign steht die Ananas zur Zeit hoch im Kurs. Als exotisches Obst enthält sie Biotin, Karotin und jede Menge Vitamin C, mit ihrem extravaganten Blattschopf ist sie eine echte Augenweide – und auch als Zimmerpflanze wird die Ananas immer beliebter: Sie benötigt wenig Pflege und kann ohne Weiteres selbst gezogen werden. Wer ein paar Tricks beachtet, kann mit etwas Geduld sogar eine Ananas ernten, die für den Verzehr geeignet ist!

Die Ananas gehört zur Familie der Bromeliengewächse. Sie wächst in der Erde und ist in ihrer essbaren Variante auch unter dem Namen „Ananas comosus“ bekannt – in der südamerikanischen Guarani-Sprache bedeutet „nanà“ Frucht, der Begriff „comosus“ (= schopfig) bezieht sich auf den Blattschopf. Letzterer wird wichtig, wenn die exotische Frucht zu Hause selbst angepflanzt wird. So klappt die Anzucht:

Ananaspflanze ziehen – die Anzucht aus einem Blattschopf:

Gute Vorbereitung ist alles, deshalb benötigt der Heimgärtner zu allererst einen geeigneten Standort für die Pflanze: Die Ananas fühlt sich auf der Südseite mit viel Licht und Wärme am wohlsten. Auch ein Platz im Wintergarten oder im Gewächshaus eignet sich. Was sonst noch benötigt wird: ein simpler Blumentopf mit Abflussloch, damit keine Staunässe entsteht, sowie nährstoffarmes Substrat, das leicht sauer und durchlässig ist (die Ananas braucht nur wenig, dafür nicht zu kalkhaltiges Wasser) – z.B. spezielle Anzuchterde. Ist dieses gerade nicht verfügbar, fühlt sich die Pflanze aber auch in Palmen-Erde oder in einem Sandgemisch wohl.

Welche Ananas eignet sich zum Einpflanzen zu Hause?

Bei der Auswahl der Ananas sollte darauf geachtet werden, dass die Blätter des Blattschopfs frisch sind und die Frucht zuvor möglichst nicht zu kalt gelagert wurde. Die Frucht an sich sollte mittelreif sein, gelb, aber noch nicht matschig.

Ananas-Strunk einpflanzen – so funktioniert’s:

  1. Wie auch für den Verzehr wird auch zum Einpflanzen der Blattschopf vom Rest der Frucht getrennt – dafür etwas mehr als die unteren drei Viertel der Ananas abschneiden. Den etwa drei Zentimeter langen Fruchtrest zunächst behalten, damit die Wurzelanlagen unten am Blattschopf nicht verletzt werden. Um den mittleren Strunk herum das restliche Fruchtfleisch entfernen. Damit sich später kein Schimmel bildet, außerdem die untersten Blätter vom Strunk von oben nach unten abziehen. 
  2. Den Schopf an einen warmen Platz (z.B. Heizung) legen, damit die Schnittstelle trocknen kann. Wer will, besprüht die Blätterkrone hin und wieder mit Wasser, damit sie nicht austrocknet. Nach zwei bis drei Tagen, wenn die Schnittstelle trocken ist, wird der Strunk in ein Wasserglas gestellt, bis er neue Wurzeln ausgebildet hat. Wichtig: Ist nicht mehr genügend Wasser in dem Glas, sollte das Wasser nicht ausgetauscht werden, sondern lediglich nachgegossen werden.
  3. Wenn die Wurzeln etwa 5 Millimeter lang ist, kann sie eingepflanzt werden. Dafür wird das Substrat in den Topf gefüllt, in der Mitte bleibt eine Mulde. In diese Mulde wird der Blattschopf bis dicht unter dem Blattansatz gesetzt und die Erde rundherum leicht angedrückt.

Ananas richtig pflegen – welche Bedingungen braucht die Pflanze?

Die Ananaspflanze ist nicht anspruchsvoll, über ein paar Extras freut sie sich dennoch: möglichst warme Temperaturen beispielsweise (ab 25 Grad fühlt sie sich am wohlsten!) und eine hohe Luftfeuchtigkeit (um 60 Prozent) – hier hilft ein Luftbefeuchter oder eine Schale mit Wasser auf der Heizung. Auch ein durchsichtiger Folienbeutel kann helfen – dieser sollte allerdings zum Lüften hin und wieder entfernt werden.

Richtiges Gießen ist wichtig: So sollte das Wasser ausschließlich auf die Blattmitte oder aber direkt auf das Substrat gegossen werden, damit keine Fäulnis entsteht. Im Sommer freut sich die Pflanze alle zwei Wochen über eine Portion Dünger.

Auch die robuste Ananas kann von Schädlingen befallen werden: von Schmier- und Blattläusen zum Beispiel – wer darauf spekuliert, bald eine Ananas zum Verzehr zu ernten, sollte keine giftige Schädlingsbekämpfung einsetzen. Besser: die befallene Pflanzen mit Wasser abspülen und beim Umtopfen frisches Substrat verwenden.

 

Ananas vermehren: Wann kann ich neue Ananas ernten?

Etwas Geduld ist schon notwendig, denn die Ananas bildet ihre Frucht erst nach mehreren Jahren nach Abschluss des Blühvorgangs aus. Wann die Frucht reif zum Ernten ist, lässt sich am intensiven Geruch und der gelben Färbung erkennen. Eine Ananaspflanze bringt in der Regel nur ein einziges Mal Blüte und Frucht, aber natürlich lassen sich die Schößlinge der Pflanze neu einpflanzen: Dabei werden diese so genannten „Kindel“ von der Mutterpflanze abgeschnitten und wie schon der Blattschopf in ein Anzuchtgefäß mit Erde gesetzt. Auch hier hilft eine Folie für Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Sobald die Kindel Wurzeln haben, können die Pflanzen in einen normalen Blumentopf mit Abflussloch setzen.