Teppich reinigen: Hausmittel und Preise So wird dein Teppich sauber!

Sie sind die Kuschelbasis fürs Wohlgefühl zu Hause - und doch behandeln wir sie in Sachen Pflege wie echte Fußabtreter. Wie oft Teppiche in den verschiedenen Wohnbereichen im Alltag gereinigt werden sollten, was bei einzelnen Flecken hilft und wann es definitiv Zeit ist für eine Grund- und Intensivreinigung.

Teppich reinigen - aber bitte richtig!

 

Teppich reinigen im Alltag: Saugen und Ausklopfen

Ob Hochflor oder Langflor – regelmäßiges Absaugen ist wichtig, damit sich der Schmutz, der durch Füße und krabbelnde Babies, durchs offene Fenster oder andere Quellen auf dem Teppich landet, nicht festsetzt. Nur die verwendeten Sauger-Aufsätze sollten sich je nach Teppichart unterscheiden: Bei langflorigen Teppichen sollte eine glatte Düse verwendet werden, alle anderen Arten freuen sich über einen Sauggang mit Bürstenaufsatz.

Regelmäßig – das heißt: Wohn- und Essbereiche sollten bei Familien mit Kindern mindestens einmal täglich gesaugt werden. Wer als Single oder Paar ohne Kinder lebt, kann auch nur zweimal wöchentlich zum Sauger greifen. Im Schlafzimmer, das man ja in der Regel nicht mit Straßenschuhen und nur zweimal am Tag betritt, kann auch wöchentliches Saugen ausreichen. Mindestens natürlich – wer öfter saugen (oder per Saugroboter saugen lassen) will, kann dies natürlich tun, dem Teppich schadet es nicht. Apropos Roboter: Hier lohnt es sich, die Ecken und Kanten der Teppiche dann und wann händisch nachzusaugen, diese werden von vielen Robotern nicht so gut erreicht.

Teppich reinigen durch Ausklopfen – macht das noch jemand?

Aber natürlich! Nichts wirkt besser gegen Staub als das klassische Ausklopfen mit einem Teppichklopfer. Was die wenigsten wissen: Nur die Unterseite sollte ausgeklopft werden, nicht etwa beide Seiten des Teppichs! Der Grund: Der Staub setzt sich sonst tiefer in den Fasern fest. Und: Der frisch geklopfte Teppich sollte am besten noch etwas länger im Freien hängen – so kann er auslüften und der Staub fällt statt auf den Wohnungsboden in den Garten oder den Innenhof.

Teppich reinigen: So funktioniert die Grundreinigung

Zunächst mal: Was ist das eigentlich, eine Grundreinigung? Unter dem Begriff ist meist eine Reinigung mit einem Teppichreiniger, einem Nasssauger oder durch eine Reinigungsfirma zu verstehen. Eine solche Prozedur wird je nach Belastung des Teppichs alle ein bis drei Jahre empfohlen – wer sich auch im Alltag gut um seinen Teppich kümmert, kann den Zeitpunkt etwas nach hinten schieben. Ganz ausfallen lassen sollte man die Grundreinigung jedoch nicht: Mit der Zeit können sich Hausstaubmilben, Kleidermotten und unsichtbarer Schmutz im Teppich festsetzen und langfristig sogar Allergien auslösen.

Das Fachpersonal einer professionellen Teppichreinigung verwendet meist eine Sprühextraktionsmaschine, mittels derer das Reinigungsmittel per Druck in den Teppich gesprüht und danach wieder abgesaugt wird. Wichtig sind dabei vor allem der Zeitfaktor und fachmännische Gründlichkeit: Zum einen sollten alle Rückstände des Reinigers komplett aus dem Teppich entfernt werden, da diese den Schmutz quasi magisch anziehen. Zum anderen braucht die Reinigung Zeit – die Mittel müssen einwirken und der Teppich braucht danach Zeit zum Trocknen.

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Professionelle Teppichreinigung: Aufwand, Preise und Dauer

Vorweg: Einen Teppich professionell reinigen zu lassen, ist natürlich teurer als es mit Haus- oder Drogeriemitteln selbst anzugehen. Aber auch nur auf den ersten Blick – denn wer einmal einen teuren Designer- oder Seidenteppich mit experimentellen „Wundermittelchen“ aus dem Hausmittelfundus ruiniert hat, muss die gerade eingesparten Kosten im schlimmsten Fall anschließend in einen neuen Teppich investieren.

Mit hartnäckigen Flecken können es zudem oft nur Fachpersonen aufnehmen. Die konkreten Kosten einer professionellen Teppichreinigung sind dabei grundsätzlich von zwei Faktoren abhängig:

  • der Teppichart und -größe (die Preise steigen von Maschinenteppich, Hochflor und Orient bis Seidenteppich und werden pro Quadratmeter - ab etwa 12 Euro für die günstigste Teppichart - berechnet)
  • sowie der benötigten Leistung und ggf. Zusatzservices (Desinfektion, Imprägnieren, Geruchs- oder Mottenbehandlung kosten extra, sind je nach Bedarf aber durchaus sinnvoll).

Wer in Großstädten wie München, Hamburg, Berlin und Co. nach einer Teppichreinigung sucht, kann den Anbieter online suchen und nach Preis und Reputation wählen, aber auch Extraleistungen wie ein kostenloser Abhol- und Bringservice können zur Entscheidung beitragen. Tipp: Viele Anbieter haben Online-Preisrechner!

Teppich selbst reinigen: Welche Hausmittel wirken (und welche nicht) und welcher Supertrick jeden Teppich stärkt >> hier geht's weiter auf Seite 2