Garten im März Gartentipps für den März

Der Garten startet in die neue Saison – endlich dürfen wir wieder nach Herzenslust säen, pflanzen und umtopfen!

Forsythie im Frühling

 

Am 20. März ist endlich metereologischer Frühlingsanfang! Gärtner und Landwirte richten sich allerdings lieber nach dem phänologischen Kalender - also danach, was sich draußen gerade tut, ob man nun an der Waterkant lebt, im Weinbauklima oder am Alpenrand. Der phänologische Kalender berücksichtigt biologische Ereignisse wie den Blühbeginn, die Fruchtreife, die Laubfärbung bzw. den Laubfall bestimmter Zeigerpflanzen – das sind Pflanzen, die die physiologisch-biologisch begründeten „phänologischen Jahreszeiten“ ankünden. Daraus ergeben sich zehn statt vier Jahreszeiten – von denen immerhin zwei in den März fallen: der Vorfrühling (Dauer: 37 Tage, ungefährer Zeitraum: Februar/März. Zeigerpflanze: das Stäuben der Kätzchen beim Haselstrauch) und der Erstfrühling (Dauer: 32 Tage, März/April, Zeigerpflanze: die Blüte der Forsythie). Auch Hobbygärtner können sich mit ihren Gartenaktivitäten von diesem Kalender profitieren, wenn sie aufmerksam in den eigenen und die Gärten der Umgebung blicken.

Allgemeine Gartenarbeiten im März:

  • Frühblüher sparsam düngen: Narzissen, Osterglocken, Hyazinthen und Tulpen benötigen eine Extraportion Energie in Form von mineralischem Volldünger (z.B. Blaukorn), sobald sie die ersten Blätter zeigen. 
  • Rosen schneiden: Sobald die Forsythien ihre Blütenknospen öffnen, können öfterblühende Rosen gschnitten werden. Von Beet- und Hochstammrosen sämtliche erfrorenen, kranken und schwachen Triebe entfernen und die übrigen Triebe auf maximal fünf Knospen zurückschneiden. Strauch- und Kletterrosen lediglich ausdünnen, unverzweigte Triebe um etwa ein Drittel zurückschneiden. Nach dem Rückschnitt das Beet mit organischem oder mineralischem Langzeitdünger düngen. Noch mehr Tipps für die Rosenpflege
  • Heidekräuter zurückschneiden: Alte Blütentriebe um ein Drittel kürzen, dabei einen zu tiefen Schnitt ins Holz vermeiden.
  • Teich reinigen: Laubschutznetze entfernen, Uferbepflanzung und Gräser zurückschneiden.
  • Staudenbeete düngen und Staudenblüten teilen: Das Beet ist gejätet und die Pflanzen zurückgeschnitten? Dann organischen und mineralischen Langzeitdünger oder reifen Kompost (2-3 cm hoch) auf dem Beet verteilen und mit einem Dreizack oberflächlich einarbeiten. Wenn die Stauden nicht schon im Frühjahr blühen sollen, können sie kurz vor dem Austrieb im März noch geteilt werden – dafür die Pflanzen vorsichtg ausgraben und die Wurzelballen mit einem Messer teilen (zarte Exemplare lassen sich auch einfach mit den Händen auseinanderziehen). Kompost ins Pflanzloch geben und die Pflanzen wieder ebenso tief wie bisher einsetzen.
  • Auch alle anderen Beete mit Kompost düngen und mulchen, damit der Boden feucht bleibt und kein Unkraut wachsen kann..
  • Rasen vertikutieren: Ab Ende März trockene Rasenflächen bearbeiten (maximal 3 mm tief), damit sich Moos und Rasenfilz nicht festsetzt.
  • Sommergrüne Bäume und Sträucher umpflanzen: Jetzt ist der letzte Termin, um Gehölze wie Forsythie oder Hamamelis umzupflanzen. Voraussetzung ist, dass sie nicht länger als drei Jahre (Forsythie: vier bis maximal fünf Jahre) am bisherigen Standort gewachsen sind. Die Pflanzen mit großem Erdballen ausstechen und sofort am neuen Standort wieder einsetzen.

Neu pflanzen im März – welche Pflanzen eignen sich?

  • Primeln und Stiefmütterchen pflanzen – besonders die frostharten Hornveilchen sind an sonnigen Standorten eine tolle Unterpflanzung von Gehölzen, aber auch eine schöne Beetumrandung. Tipp: Pflanzen vor dem Einpflanzen gut wässern; Ballen am besten in einen Wassereimer eintauchen.
  • Dahlien- und Ranunkelknollen für einige Stunden im Wasserbad in Töpfen zum Quellen bringen, mit den Wurzeln nach unten in lockere Beeterde pflanzen.
  • Efeu oder kleines Immergrün sind günstige und schöne Bodendecker und finden auch frisch ausgestochen und geteilt im März ganz unkompliziert im vorbereiteten Boden ein neues Zuhause.
  • Die rosa Blütenbälle der Grasnelken sind im Frühsommer ein toller Hingucker – ab jetzt können ihre Samen in Töpfen ausgesät werden. An einem warmen Ort feucht keimen lassen, ab April lassen sich die ersten Jungpflanzen in den Garten umziehen.
  • Hecken aus Hainbuchen können bei Neupflanzungen ins Geld gehen. Wurzelnackte Exemplare sind in Baumschulen meist günstiger. Ihre Pflanzzeit endet bald – und sie sind viel günstiger als getopfte Ware!
  • Ab jetzt kann neuer Bambus gepflanzt werden. Auch vorhandene Pflanzen können jetzt geteilt und anderer Stelle wieder eingesetzt werden. Bei Ausläufern bildenden Arten wie dem Flachrohrbambus Rhizomsperre aus HDPE nicht vergessen!

Obst & Gemüsegarten im März:

  • Kräutergarten anlegen – wer jetzt Petersilie und Co. sät, kann schon in ein paar Wochen erste Kräuter ernten! 
  • Weiteres Früh-Gemüse wie Salat, Rote Rübe, Chicorée oder Zwiebeln säen, Tomaten und Paprika vorziehen. Aber Achtung: Manche Samen, z.B. von Radieschen oder Möhren brauchen mindestens acht Grad zum Keimen, Tomaten und Paprika keimen am besten im beheizten Beet bei 22 bis 25 Grad. Ein Erdbodenthermometer gibt Auskunft, ob es im Beet warm genug ist für die Aussaat.
  • Frühkartoffeln vorkeimen: Pflanzkartoffeln in Eierkartons bei etwa 12 bis 15 Grad hell vorkeimen, ab der 2. Aprilwoche können sie dann gepflanzt werden!
  • Jetzt den Schnitt der Obstgehölze beenden!

Balkon, Terrasse und Zimmerpflanzen im März:

Garten-Vorbereitungsarbeiten im März:

  • Hochbeete für die Saison vorbereiten: Abdeckende Zweige / Mulch entfernen und nachgewachsenes Unkraut entfernen. Eine Schicht Kompost oder hochwertige Pflanzerde einfüllen, ggf. mit Hornspäne für mehr Nährstoffe anreichern.
  • Erdbeerbeet hacken und mulchen
  • Gewächshäuser lüften

Schädlingsbekämpfung im März:

  • Schnecken werden schon bei den ersten milderen Temperaturen aktiv. Schneckenkorn und Co. rund um frisch austreibende Pflanzen und empfindliche Stauden wirken übrigens im Frühjahr am besten, weil das Nahrungsangebot noch gering ist.
  • Feuerwanzen sind rot-schwarz gefärbte Lästlinge, die an am Boden liegenden Samen und Insekteneiern saugen – die Pflanzen selbst werden nicht geschädigt. Wer sich dennoch daran stört, kann zur Bekämpfung der ortstreuen Feuerwanzen Häckselgut oder das Reisig der Balsamtanne am betroffenen Ort ausstreuen.