Bett quietscht und knarrt Was quietscht denn da so?

Wenn das Bett quietscht und knarrt und einen damit um die Nachtruhe bringt, ist Handeln angesagt: Wie du schnell Abhilfe schaffst und wann es Zeit für Ersatz ist

 

Schlaflos im Bett

Es reicht das bloße Umdrehen oder Aufsetzen in der Nacht – und schon quietscht oder knarrt das Bett. Gut, wenn man sich nur kurz ärgert und dann weiter schlafen kann. Doch wenn die Geräusche eine Intensität oder Häufigkeit erreichen, dass an Schlaf nicht mehr zu denken ist, ist Handeln angesagt. Was tun, wenn das Bett quietscht und knarrt? Wir führen dich durch die einzelnen Schritte.

Schritt 1: Ursachenforschung – woher kommt das Quietschen in meinem Bett?

Du brauchst: einen Helfer und gute Ohren!

Warum quietscht und knarrt mein Bett – und vor allem: wo genau? Um das herauszufinden, musst du die möglichen Übeltäter (meist: Lattenrost oder Bettgestell) zunächst einmal voneinander trennen. Lege die Matratze auf den Boden und bitte deinen Helfer, sich darauf herumzurollen. Die Geräuschentwicklung geht allerdings eher selten von der Matratze aus – lediglich ältere Modelle mit Bonell-Federkern und ungedämpften Stahlfedern erzeugen noch das bekannte Quietschen. Liegst du schon auf der richtigen Matratze? So findest du die passende Matratze für deinen Schlaftyp

Ist die Matratze entfernt, kann der Lattenrost inspiziert werden: Hat der Rost zu viel Spielraum und reibt deshalb am Bettrahmen? Auch Druck von oben auf den Lattenrost kann Quietschen oder Knarzen erzeugen – quietschende Verschraubungsstellen im Lattenrost können mit Öl oder Silikonspray zum Schweigen gebracht werden. Taucht das Quietschen nach kurzer Zeit wieder auf, sind die Latten eventuell durchgelegen und es ist Zeit für einen neuen, deinem Schlaftyp besser entsprechenden Lattenrost

Auch das Bettgestell kann für Quietschen, Knarren oder Knarzen verantwortlich sein - deshalb muss auch dieses untersucht werden. Sowohl Rahmen und Eckpfosten des Betts als auch die Auflageleisten für den Lattenrost können Reibungs- oder Quietschgeräusche erzeugen. Lockere Schrauben oder lose Holzverbindungen sind hierfür die häufigsten Verursacher. Außerdem kann das Knarren auch von einem unebenen Stand oder von den Verstrebungen unterhalb des Bettgestells kommen.

 

Schritt 2: Die Ursachen beheben – so bekommst du ein Bett, das nicht quietscht!

Du brauchst: Werkzeug, Seife / Kerze, Silkonspray, Kriechöl, Filzgleiter und /oder Stoff

Ob von Ikea oder aus dem Bettenfachgeschäft: Ein Bett, das nicht quietscht, gibt es selten. Eines, das nicht mehr quietscht, allerdings schon! Das ist zu tun:

Das Bett quietscht: Handgriffe für den Lattenrost

Hat der Lattenrost zu viel Spiel und reibt am Bettrahmen, hilft sanftes Auspolstern mit einem Stück Stoff an der Reibungsstelle. Auch Kork hat sich als toller Quietsch-Stopp erwiesen, ebenso wie Filzgleiter, die unter den Lattenrost geklebt werden.
Sitzt das Geräusch tiefer, nämlich in der Unterfederung oder (bei verstellbaren Lattenrosten) in den Metallbeschlägen der Verstellung, kann regelmäßiges Schmieren bzw. Ölen schnelle Abhilfe schaffen und weiterem Quietschen vorbeugen.

Besonders robuste Lattenroste verfügen über eine Mittelzonenverstärkung, die ebenfalls Geräusche erzeugen kann (diese äußern sich aber eher als Klappern, weniger als Quietschen oder Knarren): Hierfür die Schieber neu positionieren oder gegebenenfalls fixieren.

Mehr Aufwand fällt an, wenn die Kautschuk- oder Gummikappen der Federholzleisten spröde geworden sind und deshalb Geräusche von Knarren bis Schleifen erzeugen. Dabei muss der Lattenrost komplett demontiert werden und jede Kappe mit Silikonspray behandelt werden. Dann – ebenso bei gebrochenen oder durchgelegenen Latten – lohnt sich eventuell auch ein Austausch gegen ein neues Lattenrost-Modell.

Das Bett quietscht: Handgriffe fürs Bettgestell von Holz- und Metallbetten

Werkzeug her, jetzt wird geschraubt: Lose Schrauben von Bettgestellen können mit wenigen Handgriffen wieder fixiert werden, damit das Gestell weniger Spiel hat. Tipp, wenn sich die Schrauben nicht mehr festziehen lassen: Unterlegscheiben minimieren den Freiraum zwischen Schraube und Rahmen. Wurden statt Schrauben Holzdübel verwendet, können diese mit Klebeband umwickelt werden.

Bei quietschenden Metallbetten zeigt das Ölen der Reibungsflächen und einzelnen Bettelelemente Wirkung: Dieses (z.B. Kriechöl oder Lagerfett) aber sparsam einsetzen und Überschuss auffangen, damit keine Fettflecken auf Matratze und Co. entstehen.

Quietschende Holzbetten sollten nicht mit Öl in Verbindung kommen: Dieses wird zum einen aufgesaugt, so dass das Quietschen früher oder später zurück kommt. Zum anderen können besonders bei unbehandelten Holzbetten unschöne Ölspuren zurückbleiben. Besser eignen sich trockene Kernseife oder Kerzenwachs, die auf die Flächen aufgerieben werden. Auch hier empfiehlt es sich, das Schmiermittel zunächst an einer unsichtbaren Stelle auszuprobieren und das Holz generell adäquat zu pflegen

Das Bett quietscht nicht mehr – und du kannst trotzdem nicht schlafen? Auch Matratze und Lattenrost sollten auf deinen individuellen Schlaftyp eingestellt sein. Und wusstest du, dass besonders Seitenschläfer mit einem simplen Zubehörteil tiefer und gesünder schlafen? Welche Pflanzen zu einem guten Schlaf beitragen und wie das richtige Licht das Schlafzimmer wohnlich macht, erfährst du in unserem Special „Endlich besser schlafen“!